Schiitinnen und Schiiten verehren insbesondere Ali als den ersten rechtgeleiteten Nachfolger Mohammeds und folgen neben dem Koran und der Sunna des Propheten mehrheitlich auch den für sie unfehlbaren Aussagen der ersten zwölf Imame (Zwölferschiitischer Islam). Schiitische Musliminnen und Muslime pilgern nicht nur nach Mekka, sondern auch nach Kerbela im Irak; zu dem Ort, an dem im 7.Jahrhundert n. Chr. der von ihnen verehrte Prophetenenkel Hussein von feindlichen Heeren getötet wurde. Neben den fünf Säulen, die in den schiitischen Richtungen ähnlich interpretiert werden wie in den sunnitischen, sind die sogenannten Aschura-Rituale ein wichtiges Zentrum und Spezifikum der schiitisch-religiösen Praxis: Während dieser einmal im Jahr stattfindenden Rituale werden der Märtyrertod Husseins und seiner Anhänger bedacht und beklagt.

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